Luka: Abgesehen von den Titeln bekannter Mangaka, sind One Shots eine gute Möglichkeit, neue Zeichner für sich selbst zu entdecken und festzustellen, ob dieser Stil etwas für einen ist. Nebenbei sind sie ein guter Zeitvertreib für Zwischendurch. Viele besitze ich allerdings nicht, da One Shots nun mal nicht unbedingt diese Sammelleidenschaft auslösen. Demzufolge kann ich auch nicht wirklich was empfehlen, aber gerade Titel deutscher Zeichner schaue ich mir ganz gerne an, eben weil diese immer noch was Neues sind.

 

Aura_Nighshade: Was ich allgemein davon halte ist wirklich keine andere Meinung als wie von längeren Mangareihen, ich finde durchaus, dass man auch in einen einzelnen Band, sehr gut eine Geschichte erzählen kann. Oder auch ein paar Kurzgeschichten. Ich habe einige wenige One Shots, acht Stück dürften es sein. Am besten fand ich die Best Selection von Yuu Watase und Kaho Miyasaka, sowie „ION“ von Arina Tanemura. Ist aber auch schon ne Weile her, dass ich die gelesen habe. Das Problem ist, dass ich die vor vielen Jahren gelesen habe und mich da nicht an Details erinnern kann, die müsste ich für eine konkretere Meinung nochmals lesen.

 

Otari: Also ja ich Besitze sogar sehr viele und ich muss sagen ich mag sie sind meistens auch Yaoi XD aber ab und zu finde

ich dass man mehr hätte machen können wenn sie mehr Manga raus gemacht hätten. Welchen One Shot ich empfehlen kann ist „Time Killers“ ^^ Sind diverse Kurzgeschichten und super schön gemacht ^^ Also einerseits ist der von meinem Lieblingsmangaka deshalb sind die Zeichnungen Top und wenn man Blue Exorzist mag sieht man in der letzten Story so ein bisschen die Entstehung davon und die Geschichten ist Zuckersüß ^^

 

Mellando: One-Shots also… wirklich viele habe ich da nicht vielleicht, aber ich werde dennoch versuchen eine Qualitative Meinung ab zu liefern. One-Shots sind meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit für Autoren eine Geschichte zu erzählen ohne diese Künstlich in die Länge zu ziehen und nur das wesentliche zu erzählen. Was für den Leser den Vorteil hat, dass er eine (hoffentlich) abgeschlossene Geschichte in einem Buch hat und nicht zig Bände kaufen muss. Die Kürze kann natürlich auch von Nachteil sein da es leichter fällt von manchen Entwicklungen der Charaktere nur zu erzählen anstatt sie auch wirklich zeigen. Auch kann eine solche Kürze für den Leser von Nachteil sein, nämlich wenn die Geschichte da aufhört wo es grade Spannend wird bzw. an einem unbefriedigend Punkt aufhört. Was meiner Erfahrung nach leider viel zu oft passiert. Für deutsche Verlage könnten One-Shots besonders interessant sein, weil sie sich wenn sie sich nicht so gut verkaufen leichter Cross-finanzieren lassen als eine ganze Serie. Was vielleicht auch der Grund ist warum eher Yuri One-Shots anstelle von längeren Serien auf den Markt kommen. Fazit: One-Shots haben den Vorteil, dass sie eine Kompakte Geschichte beinhalten die man ggf. in einem Rutsch lesen kann. Der Nachteil ist das sie einen mit offenen Fragen und einem unbefriedigten Gefühl zurücklassen können. Zum Schluss noch wie gewünscht One-Shots (natürlich Yuri) die ich euch ans Herz legen kann: Frühling Sommer Herbst und Winter von Taishi Zaou und Eki Eki , Girls Love Shojo Bigaku von Chi-Ran Eros und Psyche von Maria Lovet

 

Ink: One Shots find ich allg. um ehrlich zu sein besser als zu lange Serien, weil das etwas ist, was ich nicht aktiv verfolgen muss, dementsprechend also leichter (und auch billiger weil armer Student & so ^^;) Viele besitzen tu ich tatsächlich aber nicht, sondern von denen die ich hab, sind das eher so kurze Serien (so 2 bis 3 Bänder). Von denen kann ich z.B Monster Soul oder Mashima-En empfehlen, beide jeweils zwei Bänder, falls das hilft. Bin in letzter Zeit aber irgendwie auch eher dem Comiczeugs verfallen als Mangas. hab nen sympathischen kleinen Comicladen mit einem sehr netten Besitzer gefunden, mit dem ich letztens getratscht hab über Cyberpunk und Entstehung und Entwicklung und so. war sehr nett. hab sehr viel gekauft :'DD

 

realsephiroth:Generell finde ich One Shots ne gute Sache. Es werden so viele Serien bis ins endlose ausgewalzt obwohl die Luft längst schon raus ist, da freut es mich wenn auch mal ne Story auf den Punkt erzählt wird und dann ist Ruhe. In meiner Sammlung befinden sich 16 One Shots. Bedenkenlos weiterempfehlen könnte ich zum Beispiel "Der spazierende

Mann", "Die Schneeprinzessin", "Der Selbsmordclub" oder "Apollo's Song". Der spazierende Mann weil der Band genauso entspannend und interessant ist wie es ein Spaziergang sein kann. Die Schneeprinzessin ist eine Sammlung von Kurzgeschichten von denen sicher nicht alle ein Volltreffer sind, aber die die es sind sich allemal lohnen. Den Selbstmordclub mag ich weil er seine Geschichte so reduziert erzählt das es eigentlich nur um zwei Personen geht. Und Apollo's Song ist erzählerisch so erhaben wie es nur Osamu Tezuka fertig bringt.

 

Chiishi: Ich halte ehrlich gesagt nicht viel von Oneshots. Während ich mit der Mangasammelei angefangen habe, wollte ich so viele kurze Mangas wie möglich haben, um ein schönes breites Spektrum an Stories zu haben. Aber je mehr ich mir von den kurzen Mangabänden gekauft habe, desto mehr sah ich in den Geschichten immer wieder den gleichen Ablauf. Der Nachteil an den Oneshots ist zudem, dass die Geschichten viel zu kurz kommen und wenig bis gar nicht ausgearbeitet werden. Dabei bin ich schon auf die absurdesten Oneshots gestoßen, wie zum Beispiel Sehnsuchtssplitter. Mal davon abgesehen, dass es ein wunderschönes Cover hat, ist der Inhalt absoluter Mist. Auch die Oneshots im Bereich Shonen Ai haben irgendwie immer den gleichen Ablauf - Es geht nur um das eine mit Null Story. Es gibt nur zwei Oneshots, die mich positiv überrascht haben. Zum einen ist das REC - Der Tag, an dem ich weinte. In der Geschichte geht es um ein Mädchen, die ständig mit einer Videokamera läuft und zuletzt eine Straßenkatze filmte, die von einem Auto angefahren wurde. Als die Schulkameraden das erfahren haben, halten sie sie demnach für sadistisch und gefühllos, weil sie sowas gefilmt hat und das auch noch ohne eine Träne zu vergießen. Nur ein Schulkamerad hält zu ihr und freundet sich mit ihr an. Er selbst verbirgt ein tiefes Geheimnis, welches das Mädchen leider früher als erhofft erfahren muss. Tatsächlich hat mich die Story berührt und mitgerissen. Zum anderen ist es Precious Lies. Der Oneshot regt wirklich zum Nachdenken an und ich musste den auch zwei Mal lesen, um ihn mehr oder weniger zu verstehen. Vielleicht ist das auch ein Punkt, was den Oneshot so schlecht macht, allerdings macht mich das auch froh, dass es ein Oneshot gibt, den man wirklich öfters lesen muss/kann und nicht mit dem einmaligen Durchlesen vorbei ist.

 

Arisa: One Shots Mangas finde ich schon nicht schlecht. Für jemanden der in die Manga Welt hinein schnuppern oder sich keine endlosen Serien holen möchte. Ich persönlich bin aber eher ein Fan von Serien. An One Shots Mangas besitze ich nicht viele. Ein paar von Arina Tanemura oder die aus der The Legend of Zelda Reihe - wenn man die mit dazu zählt. Empfehlen kann ich I.O.N, Arina´s Love Story Collection und Mistress Fortune von Arina Tanemura. Den Zeichenstil von Arina Tanemura ist wohl jedem bekannt und für diejenigen die auf Love Storys stehen genau das richtige. Es sind süße Kurzgeschichten für zwischendurch

 

Michaela: Dieses Thema ist, wie so meist, nicht mit schwarz oder weiß zu beantworten. Generell sehe ich One Shots eher kritisch, denn meist bietet ein einzelnes Buch, in diesem Fall konkret ein Manga mit etwa 180 bis 200 Seiten, einfach zu wenig Platz, damit sich die Geschichte richtig schön entfalten kann. Entsprechend platt bleiben dann oft auch die Charaktere. Viele One Shots, die ich besitze, sind Boys Love-Manga, und da ist es nicht selten der Fall, dass sich die beiden Protagonisten gleich zu Anfang unsterblich ineinander verlieben - die fehlende Entwicklung der Beziehung ist natürlich mehr als unbefriedigend. Wenn es danach allerdings ansprechend weitergeht, kann ich solche übereiligen Handlungen, die eben der Kürze des Buches geschuldet sind, noch verschmerzen. Viel schlimmer finde ich meistens die One Shots, die eine Sammlung von mehreren kürzeren Geschichten darstellen. Da bleibt dann überhaupt kein Platz mehr für die Charaktere bzw. es passiert in den Geschichten einfach nichts. Ein Vorteil von One Shots ist natürlich, dass sie nicht abgebrochen werden können, d. h. sie sind immer vollständig. Ich habe mir jetzt nicht alle Mangas aus dem Regal geschnappt (haha, als ob ich ein Regal hätte, in das alle reinpassen würden) und zu zählen angefangen. Ich habe vielmehr meine kleine, aber feine Liste herangezogen, in der alle Mangas, Light Novels und dergleichen eingetragen sind - zwecks besserer Übersicht gerade bei längeren Serien. Um es kurz zu machen, hat die Zählung der One Shots etwa 170 Bücher ergeben. Ob das nun viele sind, darf jeder selbst entscheiden^^ Gute One Shots? Nennen kann ich hier beispielsweise After A Storm und Not Enough Time von Shoko Hidaka, Flutter von Momoko Tenzen, Goth von Otsuichi und Kendi Oiwa, Kaine - zumindest die erste Geschichte der Kurzgeschichtensammlung - von Kaori Yuki, Love Whispers in the Rusted Night von Ogeretsu Tanaka, no touching at all von Kou Yoneda sowie The Man of Tango von Tetuzoh Okadaya. Das waren die Mangas, die mir beim Durchsehen meiner Liste als erstes ins Auge gesprungen sind. Bei einigen ist es schon länger her, dass ich sie gelesen habe, aber wenn sie mir heute noch positiv im Gedächtnis sind, können sie nicht so schlecht gewesen sein ;)

 

Raven: Hab bis jetzt noch keinen gefunden der mich Interessiert. Und bei One Shots hab ich eben immer die Angst, dass die Geschichte zu spontan / offen endet. Bei längeren Reihen hat die geschichte mehr zeit sich zu entwickeln.

Natürlich kommt es auf die Geschichte / den Autor/Zeichner an, aber nicht jeder kann eine Geschichte auf engen raum gut rüber bringen. ein weiterer Grund währe, dass ich vielleicht anfange die Charaktere zu sehr zu mögen und wenn die Geschichte zu schnell aus ist hätte ich eben gerne viel mehr. Bei One Shots gibt es auch meistens nicht so viele Fans Sachen wie Fanfictions oder Doujinshis. HAL war nicht scheiße. Ich wusste nur nicht dass es vier einzelne Geschichten sind, von denen nur die erste von HAL dem Todesgott handelt und die anderen sind normale Liebesgeschichten, die auch schön waren, es war halt nur nicht das was ich erwartet hatte... ^^ Die Angst im Stich gelassen zu werden... von einer Zeichnung ^^"

 

Kame: Ich hatte erst letztens einen Beitrag zu One Shots gemacht, das Ergebnis war gemischt, doch gerade für deutsche Zeichner sind sie teilweise mangels Team eine gute Alternative. Eingefallen ist mir da "Die Wolke" und "Herrscher aller Welten" von deutschen Zeichnerinnen, von den Japanern würde mir auch nochmal "Sandland" vom Dragonball Mangaka einfallen, ein klasse Action-Einzelband ^^

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Kazumi (Freitag, 07 April 2017 13:45)

    "After a Storm" ist wirklich echt zu empfehlen, kann der Posterin nur zustimmen! ^^ Der Größte Pluspunkt an dem Manga ist, dass es keine altbekannte Seme/Uke Charatkerverteilung gibt, und die Geschichte wirklich fesselt. Ansonsten schätze ich Einzelbände für ihre kurzzeitige verpflichtung, man muss nicht 5 Jahre nachsammeln xD

  • #2

    Ryoko (Samstag, 08 April 2017 17:15)

    "Only the Ring Finger Knows" war auch ein verdammt gutes Manga, und ION hat wohl jeder Arina Tanemura Fan, ansonsten sind solche Werke nett aber nicht zwangsweise besser als "lange Reihen"

  • #3

    Jingoro (Sonntag, 09 April 2017 15:31)

    "Holiday" hat mir sehr gefallen, der wurde hier glaube ich noch nicht genannt. Meiner Meinung nach endet die Story etwas weniger packend als erwartet, zumal der Manga mit "Adult" gekennzeichnet war, aber immerhin wird auf moralische Belehrung in Form von ernsthaften Konsequenzen gänzlich verzichtet.