Rest in Paper: Agharta

Erster Band in Deutschland: November 2001

Überlebensdauer: Acht Bände (letzter Mai 2006)

In Japan: Mit elf Bänden komplett beendet

 

† Was war die Handlung des Manga?

Es ist mal wieder die Zukunft und die Erde ist mal wieder im Eimer. Statt Zombieplagen oder ein ewiger Winter ist diesmal Wasser eine Mangelware und wertvoller als Gold geworden. Der junge Bursche Juju verdient als Laufbursche und Helfershelfer der örtlichen Verbrecherwelt sein (trockenes)

Brot, bis er zufällig einem mysteriösem Mädchen namens Rael begegnet. Rael selber hat Ketten an Händen und Füßen, doch Juju's anfängliche Sorge um sie ist unbegründet: Als seltsame Verfolger Rael attackieren tötet sie diese ohne Mühe und ziemlich Gnadenlos. Der Junge folgt ihr auf die seltsame Insel "High Ground", wo es Wasser in Hülle und Fülle gibt... und das Rael auch dringend benötigt, denn sie verbaucht ungewöhnlich viel des flüssigen Goldes, sonst bekommt sie hohes Fieber. Juju ist entschlossen das Mädchen von ihren "Ketten" für immer zu befreien...

 

† Was wissen wir sonst noch darüber?

Sehr sehr sehr wenig, der Mangaka Takahal Matsumoto hat nichtmal einen Wikipedia Eintrag, und hierzulande ist auch nichts weiter außer dieses Werk von ihm rausgekommen. Ich habe über Umwege immerhin noch herausgefunden das er einen Abenteuer Shonen namens "2 Hearts" gemacht hatte, und außerdem einen Manga zu Segas Virtual Fighter Serie mit dem Zusatznamen "Sarahs Story". Ich glaube wenn ich das richtig verstanden habe hat er 2016 sogar noch ein Werk namens "Seoul Survival" gemacht, aber das hier mal ohne Gewähr, wie gesagt, war nicht leicht was drüber zu finden ^^;

 

Was wurde dem Werk zum Verhängnis?

Laut dem Panini Verlag selber "entsetzliche Verkaufszahlen", wobei die leider recht simpel zu erklären sind: 2001 war die

Mangasparte noch klein, dank der harten Brutalität innerhalb des Manga war die Zielgruppe Herren, und natürlich war der Erscheinungsrythmus ziemlich bescheiden: So erschienen die ersten sechs Bände natürlich stumpf alle drei Monate, nur um dann als man den japanischen Bruder eingeholt hatte die nächsten zwei Bände mehrere Jahre(!) später nachzuschieben, nicht sehr verwunderlich da da nur noch die härtesten Fans ausharrten, und so beendete Panini die Lizens. Dumm gelaufen, ich schätze heute würde das Werk sich mühelos wenigstens solide verkaufen.

 

Es bleibt mir nichts weiter zu sagen als: R.I.P.

 

Denkt ihr heute hätte Agharta mehr Chancen? Oder ist es euch schlicht Latte? Korrekturen, Kommentare und Kritik gerne gelesen ^^

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Pendergast (Donnerstag, 14 Februar 2019 15:16)

    Hier ein trauriger Besitzer der Zielgruppe. War eigentlich schön in Sachen Weltenbildung und Action, auch wenn manche "Agharta" als Dystiopische Klischeèkiste abklatschen.

    Wer weiß mit Titel wie 20thCenturys oder GANTZ die wieder neu aufgelegt werden kann man ja auch vielleicht hier mal hoffen.

  • #2

    HotaruKiryu (Freitag, 15 Februar 2019 12:54)

    Ich glaub, Panini hat damals allgemein nicht so schlau gehandelt was Manga anging. Klar, heute ist das ganz klar Mainstream. Aber damals so viele Lizenzen zu holen war vielleicht nicht so die intelligente Lösung. Sie sind ja ohne Grund mittlerweile nicht so klein geworden. Mich würde es nicht wundern, wenn sie irgendwann völlig von der Bildfläche verschwinden würden (kein Hate, ich empfinde es nur so). Ist wie immer schade, aber na ja. Ruhe in Frieden.