Lavalampe: Bösewichte sind für mich wichtig. Die sollten aber nicht langweilig und stereotyp sein. Enttäuschend finde ich die, die auch nichts auf die Reihe kriegen und immer verlieren müssen... sowas wie Team Rocket. Favorit an Bösewichten? Fallen mir die aus "Nadia - The Secret of Blue Water" ein. Die können wenigstens noch gut den Zuschauer unterhalten!

 

Murasaki: Nun, nicht jeder Manga/Anime benötigt einen Bösewicht, dies hängt ja immer mit der Story selbst
zusammen. Aber gerade in Fightning Shonen und Magical Girl

Serien haben sie natürlich eine tragende Rolle und bringen die Story erst vorran. Ein Magical Girl ohne Gegner wäre einfach nur arbeitslos, eine Story nicht mehr vorhanden. Meine Favoritin ist Black Lady aus Sailor Moon. Ich mochte Chibiusa im Anime damals überhaupt nicht (im Manga fand ich sie ok, in Sailor Moon Crystal nun auch), aber Black Lady fand ich toll. Sie war zwar ein böser Chara aber weniger nervig als Chibiusa selbst.



Anny: Ach nein, notwendig finde ich einen Bösewicht allgemein nicht. Eine gute Geschichte braucht keinen Kerl im schwarzen Umhang nur um eine Dramatik aufzubauen, man denke mal an Ghiblis Werke „Kiki's kleiner Lieferservice“ oder „Mein Nachbar Totoro“ die auch ohne einen Schurken auskommen. Wenn ich einen Favoriten nennen müsste... vielleicht die sieben Todsünden aus Full Metal Alchemist, so als Team gesehen

 

 Luka:Der Bösewicht ist für die meisten Serien ein wichtiges Element, um diese am Laufen zu halten bzw. Spannung reinzubringen. Allerdings ist auch der Begriff "Bösewicht" etwas schwierig, da es auch die Antagonisten gibt, deren Beweggründe man durchaus verstehen kann und die man dementsprechend nicht einfach als "böse" bezeichnen kann. Der perfekte Bösewicht ist für mich dementsprechend wirklich böse, darf dabei aber nicht lächerlich wirken. ... irgendwelche Positiv- oder Negativbeispiele fallen mir aber nicht ein


realsephiroth:Gute Bösewichte sind IMMER wichtig. Oft haben sie für mich sogar mehr Sympathie auf ihrer Seite als der Protagonist. Hin und wieder braucht man zwar keinen Bösewicht, in den meisten Genres ist er aber unverzichtbar.
Sehr enttäuscht hat mich zum Beispiel "Boo" bei Dragonball Z.

Da hat man gesehen das so richtig die Luft aus der Sache raus war. Gefallen haben mir zum Beispiel Meier Link aus Vampire Hunter D-Bloodlust oder auch der Puppetmaster aus Ghost in the Shell, weil man sie nicht als reinrassige Bösewichte einordnen kann. Cool fand ich auch immer "Herrn Hagen" aus Agent Aika - ein Bad Guy so richtig zum Augenzwinkern.


Sakura: Ein guter Bösewicht kann über einen Anime entscheiden. Ohne Bakura z.B. hätte mich YuGiOh! wohl wahrscheinlich nicht die Bohne interessiert. Aber auch die Anti-Helden wie Light Yagami oder Sesshomaru aus Inu Yasha sind in meinen Augen faszinierende Personen. Richtig langweilig fand ich eigentlich nur die Hexe Medusa aus Soul Eater, sie war ziemlich generisch.

 

Conny:Ein Bösewicht in Anime und Manga ist schon wichtig, es gibt immer einen Bösen sonst wärs ja langweilig. So richtig fies und gemein muss er schon sein. One Piece hat da schon viele verschiedene abgefahrene Bösewichte: Blackbeard, Magellan oder Captain Smoker. Auch bei Dragonball finden sich epische Gegner. Die Bösesten der Bösen. Aber wer war meiner Meinung nach ne enttäuschung.. hmm. Enel fand ich zum Beispiel sehr lächerlich und bei Deadman Wonderland hab ich mir auch was besseres erhofft als dieser kindische Toto.

 

Jingoro: Die Wichtigkeit eines Gegenspielers bei einem Anime steht außer Frage, gegen wen soll der Held denn streiten wenn es keinen echten Kontrahenten gibt? Natürlich sind Schurken mit klaren Motivationen immer interessanter, wie z.B. Ashram aus Record of Lodoss War oder Nagato aus Naruto. Natürlich sind auch die Crazy's wie Rena aus Higurashi immer ziemlich erinnerungswürdig. Enttäuschungen? Fallen mir jetzt konkret leider nicht ein ^^

 

alex_roston:Bösewichte sind gerade bei Actionserien essentiell. Wenn sie krank, wahnsinnig und selbstverliebt rüberkommen, macht das die Handlung zwar meist sehr dynamisch, aber ich persönlich bevorzuge lieber Bösewichte, deren Motive verständlich sind und die eine gewisse Empathie wecken. Demzufolge mag ich Bösewichte/Antagonisten wie Homura in Madoka oder auch Mr. Freeze aus Batman. Auch in Seven Deadly Sins gibt es einige solcher Charaktere. Enttäuschend finde ich jedoch meist solche Fieslinge aus Serien wie Precure oder so manchen Light Novel Adaptionen, die einfach nur böse sind, weil sie böse sind.


Phaislum: Für mich sind die Antagonisten wichtiger als die Protagonisten. Die Antagonisten sind die Gegenseite, die Alternative. Sie zeigen entweder das moralisch Verwerfende oder die Vorurteile des Protagonisten. (Gerne auch beides gleichzeitig.) Der Antagonist ist es, der in meinen Augen die Moral und den Willen des Protagonisten zeigt. Mein Lieblingsbösewicht ist Johan Liebert aus Monster. Der 

Konflikt zwischen Johan und Tenma ist eine höchst interessante Dynamik. Johan, der sich als das Böse sieht steht einem Mann entgegen, der für ihn alles Gute ist. (Tenma rettete ihn das Leben.) Doch Johan ist damit nicht zufrieden. Tenma kann nicht gut sein, denn der Mensch ist böse. Da der böse ist, muss auch Tenma böse sein. Dieser innerliche Konflikt zwingt Johan Tenma zu testen. „Ist er wirklich das Gute?“ Eine Protagonist-Antagonist Dynamik die ich nicht als besonders gut in Erinnerung habe ist die von Asura Cryin'.


Kame: Ein Schurke wertet für mich fast jeden Anime auf, doch nur wenn er sinnvoll gemacht wurde. Früher habe ich Wapol aus One Piece ziemlich gehasst weil er eigentlich nur dumm und grob war... doch ist es nicht Sinn das man dem Bösewicht die Pest an den Hals wünscht? XD Gutes Beispiel ist dafür auch Dr. Date aus Btooom! Weitere Favoriten sind für mich Bakura aus YuGiOh! und auch Johann aus dem Mangawerk Monster. Enttäuscht hatte mich zuletzt der Schurke aus der ersten Staffel Psycho Pass der so eine art Gary Stu war. Auch der Duce aus Romeo X Juliet war eher langweilig weil er nicht eine gute Facette hatte, was schon ziemlich Fade ist.


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Kommentare: 3
  • #1

    alex_roston (Sonntag, 10 Mai 2015 14:48)

    Ich gebe da Phaislum komplett recht. Ohne Gegenspieler kann man seine Ansicht und Taten ja immer als "das Gute" verkaufen. Erst durch einen vermeintlich Bösen erhalten die eigenen Taten Gewicht. Und bei einem gut geschriebenen Bösewicht fällt auch die Wahl des Zuschauers für die "richtige Seite" sehr schwer.

  • #2

    Pendergast (Sonntag, 10 Mai 2015 16:48)

    Ein Schurke muss schon zur Serie passen. Ein Trottel von einem Schurken passts z.B. nicht in ein ernstes Format. Die besten Schurken sind die weöche selten anwesend sind, aber man immer angst hat wenn sie erscheinen. Am besten sind natürlich die smarten, oder die wahnsinnigen

  • #3

    Kenshin Uesugi (Montag, 11 Mai 2015 22:02)

    Die alte Kernfrage, was ist böse und warum tut jemand etwas böses? Liegt das nicht zum Teil im Auge des Betrachters? Die besten Schurken sind doch die denen selbst in der Vergangenheit Leid und Unrecht widerfahren sind oder jene die meinen so handeln zu müssen, sei es aus Idealismus, dem höherern Gut oder Liebe. Was ist Moral? Der Antagonist soll im einfachsten Fall das moralisch verwerfliche Hindernis sein das der Protagonist überwinden muss. Er kann aber auch dem Zuschauer/Leser aufzeigen wie schwer es in der Realität ist, vermeintlich immer gut zu sein, ein Spiegelbild dessen was der vermeintlich Held sein könnte bei anderen Lebensumstände oder Entscheidungen. Eventuell ein Mahnung dafür wie tief man gegebenenfalls fallen kann oder das unterschiedlich Ansichten zu solchen Konflikten führen. Niemand wird böse geboren, man kann sich bewusst oder unbewusst dafür entscheiden, aber auch die Welt kann einen zum Schurken machen.